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…und dann kamen die Touristen

…und dann kamen die Touristen

Freidenker

Releasedate: 23. Oktober 2009

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AudioTracklist

  1. Neobarrique

  2. Weit weg

  3. Geh auf Anfang

  4. Fremder

  5. Schmetterling

  6. Wann wenn nicht jetzt

  7. Das verflixte Siebte

  8. Ich bin daheim

  9. Mauern

  10. SOS

  11. Schweig und geh

  12. Es tut nicht mehr weh

  13. Wie war das nochmal

  14. Könige

Die neuste WORTSPORT-Veröffentlichung

Videoplayer

Seit 1999 machen Heikouality, Gil und DJ Kaiser zusammen Musik. Durch zahllose Auftritte im ganzen Bundesgebiet und darüber hinaus erspielten sich die drei eine Fanbase. Als Vorgruppe für Beginner, Massive Töne, RAG bestanden sie auch vor einem größeren Publikum. 2001 verschickten die Jungs ein Demotape an drei Plattenfirmen. 2002 wurden die Freidenker nach London eingeladen, um dort den Chef ihrer zukünftigen Plattenfirma kennenzulernen. Herbert Grönemeyer und dessen Indie-Label „Grönland Records“ boten scheinbar die ideale Heimat für die drei Schwaben. 2004 veröffentlichten sie dort ihr erstes Album „Denkzettel“. Mit der Major-Plattenfirma „Virgin“ hatten sie einen bedeutenden Partner und mit dem Reggae-Sänger Patrice einen großen Namen als Featuregast bei ihrer Albumsingle „Glauben und Sehen“.

„Es gibt so viele Sachen, die man früh für sich selbst entdeckt und
Jahre später dann an eine Masse verliert. Bei HipHop ging es uns so,
dass wir diese Kultur Ende der 80er Jahre für uns entdeckten. Wir
waren Teil der Jamkultur. Über die Jahre wurde HipHop immer größer,
vieles hat sich verändert und dann kamen die Touristen.“

Doch trotz beachtlicher Medienpräsenz und guten Feedbacks von Fans und Kritik, fehlte den drei Musikern eine entscheidende Sache zu ihrem Glück. Bei ihrer Plattenfirma vermissten die drei Künstler die Freiheiten, die sie in den Jahren zuvor groß gemacht hatten. Statt aus ihrem Leben zu erzählen, wurden die Freidenker zum politischen Sprachrohr während des Irak-Kriegs. Die drei Freigeister fühlten sich in eine Form gepresst. Über Tage, Wochen und Monate wurden die künstlerischen Differenzen zwischen den drei Freigeistern und ihrer Plattenfirma immer größer. Auch zahlreiche Telefonate mit Herbert Grönemeyer führten zu keinem Ergebnis. Die drei Musiker drohten in den Mühlen der Musikindustrie zermahlen zu werden. Doch ehe es soweit kam, wurde das Vertragsverhältnis in beiderseitigem Einverständnis aufgelöst. Wieder brachen die Freidenker auf.

„Heikouality hatte jahrelang einen Freund, mit dem er wirklich jeden
Abend gechillt hat. Es war fast schon eine Tradition. Von der einen
Woche auf die nächste hat dieser Freund seinen VW-Bus vollgepackt
und entschieden, weit weg zu ziehen. Für ihn ist dieses Lied.“

Fünf Jahre später sind die Freidenker wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Statt London heißt es nun wieder Heilbronn. Statt über große Politik rappen Gil und Heikouality wieder über ihr Leben.